Datenstand: 28. August 2026 · Satisfactory 1.2.4 · Dedicated Server unter Windows und Linux. Dieser Guide ergänzt unsere Anleitung zum Erstellen und Mieten eines Satisfactory Dedicated Servers. Hier geht es gezielt um die aktuellen Ports, Startparameter und INI-Einstellungen.
Der wichtigste Unterschied zu älteren Anleitungen: Seit Satisfactory 1.1 benötigt ein Dedicated Server neben dem Standardport 7777 zusätzlich den Reliable-Messaging-Port 8888/TCP. Coffee Stain hat diese Änderung mit Update 1.1 eingeführt; die aktuelle Serverdokumentation führt sie weiterhin so.
Welche Ports braucht ein Satisfactory Server?
| Port | Protokoll | Funktion |
|---|---|---|
| 7777 | TCP | Serververkehr und HTTPS API |
| 7777 | UDP | Spielverkehr und Lightweight Query API |
| 8888 | TCP | Reliable Messaging |
Wenn ihr den Standardwert verwendet, müssen also 7777/TCP, 7777/UDP und 8888/TCP in der Firewall erlaubt und bei einem Server hinter NAT entsprechend weitergeleitet werden.
Warum alte Portlisten nicht mehr passen
Die Netzwerkkonfiguration wurde mehrfach geändert. Ports 15000 und 15777 werden laut aktueller Satisfactory-Dokumentation seit Version 1.0 nicht mehr verwendet. Eine zwischenzeitliche Anleitung aus Patch 1.0.1.6 verlangte außerdem TCP 27777. Mit Version 1.1 führte Coffee Stain jedoch das neue Reliable-Messaging-System mit TCP 8888 ein. Für aktuelle 1.1+-Server gilt deshalb die oben aufgeführte Kombination.
Port 7777 mit -Port festlegen
Den Standardport setzt ihr beim Start mit:
-Port=7777Der Wert steuert sowohl den TCP- als auch den UDP-Port des normalen Serververkehrs. Wichtig bei Portweiterleitungen: Die aktuelle Dokumentation weist darauf hin, dass eine abweichende externe Portnummer für diesen Standardport derzeit nicht unterstützt wird. Wenn der Server intern auf 7777 lauscht, sollte die Weiterleitung extern ebenfalls 7777 verwenden.
Reliable Messaging mit -ReliablePort festlegen
Für den zweiten Port gibt es seit Version 1.1 einen eigenen Startparameter:
-ReliablePort=8888Wenn ihr ihn explizit setzt und der Port bereits belegt ist, kann der Server diesen Reliable-Port nicht binden. Ohne festen Wert beginnt die automatische Suche standardmäßig bei TCP 8888 und kann innerhalb eines konfigurierbaren Bereichs nach einem freien Port suchen.
Anders als beim normalen -Port unterstützt der Reliable-Port eine explizite externe Zuordnung über:
-ExternalReliablePort=8888Das ist vor allem relevant, wenn NAT oder eine Hosting-Plattform intern und extern unterschiedliche Reliable-Ports verwendet. Der Server muss den extern erreichbaren Port kennen, damit Clients nach dem Handshake die richtige Verbindung aufbauen.
Reliable-Port-Bereich in Engine.ini konfigurieren
Die automatische Portvergabe wird in Engine.ini gesteuert. Die Standardwerte lauten:
[/Script/ReliableMessaging.ReliableMessagingTCPFactory]
PortRangeBegin=8888
PortRangeLength=512
ExternalPortRangeBegin=-1Damit startet die Suche bei 8888 und kann bis zu 512 Ports prüfen. Für einen einzelnen Server ist ein expliziter -ReliablePort oft einfacher nachzuvollziehen; bei mehreren Instanzen kann der Bereich sinnvoll sein, sofern Firewall und NAT dazu passend eingerichtet sind.
Wo liegen Engine.ini und Game.ini?
Die aktuellen Dedicated-Server-Konfigurationsdateien liegen relativ zum Installationsverzeichnis hier:
- Linux:
<installation_directory>/FactoryGame/Saved/Config/LinuxServer/ - Windows:
<installation_directory>\FactoryGame\Saved\Config\WindowsServer\
Die Dateien werden möglicherweise erst erzeugt, nachdem der Server mindestens einmal gestartet und anschließend sauber beendet wurde. Die Satisfactory-Dokumentation empfiehlt ausdrücklich, INI-Dateien nur bei gestopptem Server zu bearbeiten, weil ein sauberer Shutdown laufende Einstellungen erneut schreiben kann.
Mehr als vier Spieler einstellen
Der Dedicated Server ist standardmäßig auf vier Spieler ausgelegt. Für einen höheren Wert könnt ihr in Game.ini beispielsweise Folgendes setzen:
[/Script/Engine.GameSession]
MaxPlayers=8Alternativ ist derselbe Wert als Startparameter möglich:
-ini:Game:[/Script/Engine.GameSession]:MaxPlayers=8Die offizielle Wiki-Dokumentation nennt theoretisch bis zu 127 Spieler, warnt aber ausdrücklich vor negativen Auswirkungen auf Stabilität, Performance und Ressourcenverbrauch. Für einen produktiven Koop-Server solltet ihr die Spielerzahl deshalb nur schrittweise erhöhen und die Serverlast beobachten.
Name und Passwörter im Server Manager setzen
Nicht jede relevante Einstellung gehört in eine INI-Datei. Servername, Administratorpasswort, Spieler-Passwortschutz und weitere normale Serveroptionen lassen sich im integrierten Server Manager verwalten. Für diese Einstellungen ist eine manuelle INI-Konfiguration in der Regel nicht nötig.
Typische Verbindungsfehler
- Server wird gefunden, der Beitritt hängt oder bricht ab: Prüft zuerst, ob neben 7777/TCP und 7777/UDP auch 8888/TCP geöffnet ist. Dieser zusätzliche Reliable-Port ist seit Version 1.1 erforderlich.
- Portweiterleitung sieht korrekt aus, Verbindung scheitert trotzdem: Beim Standardport
-Portmüssen interner und externer Port laut aktueller Dokumentation übereinstimmen. - Reliable-Port wird extern umgeschrieben: Teilt dem Server den externen Wert mit
-ExternalReliablePort=oder der passendenExternalPortRangeBegin-Konfiguration mit. - INI-Änderungen verschwinden: Bearbeitet die Dateien nur bei gestopptem Server. Updates können Konfigurationsänderungen ebenfalls überschreiben.
- Mehrere Server auf derselben IP: Vergebt für jede Instanz eindeutige Standard- und Reliable-Ports beziehungsweise einen passenden Reliable-Port-Bereich.
Änderungen zurücksetzen
Sichert Engine.ini und Game.ini, bevor ihr Portbereiche, Tickrate oder Spielerlimits verändert. Bei Problemen könnt ihr die vorherigen Dateien wiederherstellen oder die neu hinzugefügten Abschnitte entfernen. Setzt die INI-Dateien nicht auf schreibgeschützt; die Dokumentation warnt, dass dies bei späteren Updates Probleme verursachen kann.