Für eine dauerhaft erreichbare Koop-Welt könnt ihr Terraria auf einem eigenen Dedicated Server betreiben. Re-Logic stellt die PC-Serverdateien offiziell bereit; unter Windows ist die Server-Software außerdem Bestandteil der normalen Terraria-Installation. Dieser Guide beschreibt den Vanilla-Server ohne tModLoader.
Geprüfter Stand: 27. August 2026 | Dedicated-Server-Version: 1.4.5.8 | Plattform-Fokus: PC-Server unter Windows und x86-64-Linux.
Was ihr für einen Terraria Dedicated Server braucht
- einen Windows- oder Linux-Rechner, der während der gewünschten Serverzeit läuft,
- die aktuellen Terraria-Dedicated-Server-Dateien,
- eine Weltdatei oder eine neu erzeugte Welt,
- bei Zugriff aus dem Internet eine passende Firewall- und Router-Konfiguration.
Konkrete allgemeingültige CPU- oder RAM-Mindestwerte geben die aktuell geprüften offiziellen Serverunterlagen nicht als belastbare Empfehlung vor. Deshalb übernehmen wir keine pauschalen RAM-Schätzungen aus älteren Hosting-Guides.
Netzwerk und Port 7777
Der Vanilla-Dedicated-Server verwendet standardmäßig TCP-Port 7777. Soll der Server aus dem Internet erreichbar sein und steht er hinter einem NAT-Router, muss der tatsächlich konfigurierte TCP-Port an den Serverrechner weitergeleitet und von dessen Firewall zugelassen werden.
Verwendet ihr einen anderen Port, müssen Serverkonfiguration, Firewall, Portweiterleitung und die Verbindungsangabe der Clients zusammenpassen. Ein pauschales Öffnen von UDP 7777 ist für den hier dokumentierten Vanilla-Server nicht erforderlich.
Terraria-Server unter Windows einrichten
Bei einer Windows-Installation von Terraria befindet sich TerrariaServer.exe im Spielverzeichnis. Bei Steam könnt ihr den Ordner über die Eigenschaften von Terraria öffnen. Alternativ stellt Terraria.org den aktuellen PC-Dedicated-Server separat bereit.
- Aktualisiert Terraria beziehungsweise ladet die aktuellen Dedicated-Server-Dateien herunter.
- Öffnet den Terraria-Ordner und startet
TerrariaServer.exe. - Wählt eine vorhandene Welt oder erzeugt eine neue.
- Legt Spielerzahl, Server-Port und optional ein Passwort fest.
- Wartet, bis die Welt geladen wurde und der Server Verbindungen annimmt.
serverconfig.txt für einen dauerhaften Server nutzen
Statt die Werte bei jedem Start interaktiv einzugeben, könnt ihr eine Konfigurationsdatei verwenden. Der Dedicated Server lässt sich mit dem Parameter -config und einer eigenen Konfigurationsdatei starten. Typische Einstellungen umfassen Weltdatei, Weltname, Port, Passwort und Spielerzahl.
Bei mehreren Serverinstanzen auf demselben Host benötigt jede Instanz eine eigene Welt, eine eigene Konfiguration und einen eigenen Port.
Mit dem Server verbinden
- Startet Terraria auf dem Client.
- Öffnet Multiplayer.
- Wählt den Beitritt über IP.
- Gebt die IP-Adresse des Servers ein.
- Verwendet den am Server konfigurierten Port, standardmäßig 7777.
- Gebt das Serverpasswort ein, falls eines gesetzt wurde.
Im Heimnetz verwendet ihr die lokale IP-Adresse des Serverrechners. Für externe Mitspieler braucht ihr eine von außen erreichbare Adresse und eine funktionierende Router-/Firewall-Konfiguration.
Server sicher speichern und beenden
Beendet den Server nicht durch hartes Abschalten des Rechners. In der Serverkonsole stehen unter anderem save zum Speichern und exit zum Speichern und kontrollierten Beenden zur Verfügung. exit-nosave beendet ausdrücklich ohne Speichern.
Vor Updates oder größeren Änderungen solltet ihr zusätzlich eine externe Kopie eurer Weltdatei anlegen.
Terraria-Server unter Linux einrichten
Das offizielle Dedicated-Server-Paket enthält Linux-Serverdateien. Für ein x86-64-Linux-System beschreibt die aktuelle Serverreferenz folgenden Ablauf:
- Ladet das aktuelle Dedicated-Server-Paket von Terraria.org und entpackt es.
- Wechselt in den enthaltenen Linux-Ordner.
- Gebt der Serverdatei Ausführungsrechte, beispielsweise mit
chmod +x TerrariaServer.bin.x86*. - Startet auf x86-64
./TerrariaServer.bin.x86_64.
Welten und dauerhafter Betrieb unter Linux
Die aktuelle Serverreferenz nennt ~/.local/share/Terraria/Worlds/ als Standardpfad für Weltdateien unter Linux. Soll der Server nach dem Abmelden weiterlaufen, könnt ihr ihn beispielsweise in einer tmux-Sitzung starten und später wieder an diese Sitzung anbinden.
Typische Verbindungsprobleme
Im LAN funktioniert es, über das Internet nicht
Prüft die Weiterleitung des tatsächlich verwendeten TCP-Ports und die Firewall des Serverrechners. Achtet außerdem darauf, dass die interne IP-Adresse des Hosts nicht gewechselt hat.
Der Client erreicht den Server nicht
Kontrolliert, ob der Serverprozess läuft, die richtige Welt geladen wurde und Client sowie Server auf einer kompatiblen aktuellen Terraria-Version sind. Prüft danach IP-Adresse und Port.
Server stoppt nach dem Abmelden unter Linux
Betreibt den Prozess in einer persistenten Sitzung wie tmux oder richtet einen eigenen Systemdienst ein.
Selbst hosten oder Terraria-Server mieten?
Selfhosting ist sinnvoll, wenn ihr einen geeigneten Rechner und Kontrolle über Dateien und Netzwerk habt. Ein gemieteter Gameserver reduziert dagegen den Aufwand für Routerfreigaben, dauerhaften Rechnerbetrieb und grundlegende Serververwaltung.
Die aktuell hinterlegten Managed-Hosting-Optionen findet ihr im Terraria Server-Finder. Dort werden das offizielle Selfhosting und separat geprüfte Hosting-Angebote getrennt dargestellt.
Quellen
- Terraria.org – offizieller Store und PC Dedicated Server
- Official Terraria Wiki – Server, technische Referenz zu Serverdateien, Port, Plattformpfaden, Konfiguration und Konsolenbefehlen.
- Official Terraria Wiki – Setting up a Terraria server, ergänzende Einrichtungsanleitung. Die Seite kennzeichnet sich selbst als überarbeitungsbedürftig; technische Einzelangaben wurden deshalb gegen die aktuelle Serverreferenz geprüft.