Guide Terraria

Server erstellen und hosten

In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr euren eigenen Terraria-Server sowohl unter Windows als auch unter Linux aufsetzt. Mit einem eigenen Server könnt ihr und eure Freunde Terraria gemeinsam erkunden.

Terraria
Quelle: terraria.org

Übersicht

Für eine dauerhaft erreichbare Koop-Welt habt ihr bei Terraria zwei Möglichkeiten: Ihr betreibt den Dedicated Server selbst oder nutzt einen gemieteten Gameserver. Wer direkt nach Managed Hosting sucht, findet die aktuell geprüften Optionen im Terraria Server-Finder. Re-Logic stellt die PC-Serverdateien offiziell bereit; unter Windows ist die Server-Software außerdem Bestandteil der normalen Terraria-Installation. Dieser Guide beschreibt den Vanilla-Server ohne tModLoader.

Geprüfter Stand: 29. September 2026 | Dedicated-Server-Version: 1.4.5.8 | Plattform-Fokus: PC-Server unter Windows und x86-64-Linux. Die offizielle Terraria-Wiki führt 1.4.5.8 als Desktop-Hotfix vom 23. August 2026 und weiterhin als aktuellen Dedicated-Server-Download.

Was ihr für einen Terraria Dedicated Server braucht

  • einen Windows- oder Linux-Rechner, der während der gewünschten Serverzeit läuft,
  • die aktuellen Terraria-Dedicated-Server-Dateien,
  • eine Weltdatei oder eine neu erzeugte Welt,
  • bei Zugriff aus dem Internet eine passende Firewall- und Router-Konfiguration.

Konkrete allgemeingültige CPU- oder RAM-Mindestwerte geben die aktuell geprüften offiziellen Serverunterlagen nicht als belastbare Empfehlung vor. Deshalb übernehmen wir keine pauschalen RAM-Schätzungen aus älteren Hosting-Guides.

Netzwerk und Port 7777

Der Vanilla-Dedicated-Server verwendet standardmäßig TCP-Port 7777. Soll der Server aus dem Internet erreichbar sein und steht er hinter einem NAT-Router, muss der tatsächlich konfigurierte TCP-Port an den Serverrechner weitergeleitet und von dessen Firewall zugelassen werden.

Verwendet ihr einen anderen Port, müssen Serverkonfiguration, Firewall, Portweiterleitung und die Verbindungsangabe der Clients zusammenpassen. Ein pauschales Öffnen von UDP 7777 ist für den hier dokumentierten Vanilla-Server nicht erforderlich.

Terraria-Server unter Windows einrichten

Bei einer Windows-Installation von Terraria befindet sich TerrariaServer.exe im Spielverzeichnis. Bei Steam könnt ihr den Ordner über die Eigenschaften von Terraria öffnen. Alternativ stellt Terraria.org den aktuellen PC-Dedicated-Server separat bereit.

  1. Aktualisiert Terraria beziehungsweise ladet die aktuellen Dedicated-Server-Dateien herunter.
  2. Öffnet den Terraria-Ordner und startet TerrariaServer.exe.
  3. Wählt eine vorhandene Welt oder erzeugt eine neue.
  4. Legt Spielerzahl, Server-Port und optional ein Passwort fest.
  5. Wartet, bis die Welt geladen wurde und der Server Verbindungen annimmt.

serverconfig.txt für einen dauerhaften Server nutzen

Statt die Werte bei jedem Start interaktiv einzugeben, könnt ihr eine Konfigurationsdatei verwenden. Der Dedicated Server lässt sich mit dem Parameter -config und einer eigenen Konfigurationsdatei starten. Typische Einstellungen umfassen Weltdatei, Weltname, Port, Passwort und Spielerzahl.

Bei mehreren Serverinstanzen auf demselben Host benötigt jede Instanz eine eigene Welt, eine eigene Konfiguration und einen eigenen Port.

Mit dem Server verbinden

  1. Startet Terraria auf dem Client.
  2. Öffnet Multiplayer.
  3. Wählt den Beitritt über IP.
  4. Gebt die IP-Adresse des Servers ein.
  5. Verwendet den am Server konfigurierten Port, standardmäßig 7777.
  6. Gebt das Serverpasswort ein, falls eines gesetzt wurde.

Im Heimnetz verwendet ihr die lokale IP-Adresse des Serverrechners. Für externe Mitspieler braucht ihr eine von außen erreichbare Adresse und eine funktionierende Router-/Firewall-Konfiguration.

Server sicher speichern und beenden

Beendet den Server nicht durch hartes Abschalten des Rechners. In der Serverkonsole stehen unter anderem save zum Speichern und exit zum Speichern und kontrollierten Beenden zur Verfügung. exit-nosave beendet ausdrücklich ohne Speichern.

Vor Updates oder größeren Änderungen solltet ihr zusätzlich eine externe Kopie eurer Weltdatei anlegen.

Terraria-Server unter Linux einrichten

Das offizielle Dedicated-Server-Paket enthält Linux-Serverdateien. Für ein x86-64-Linux-System beschreibt die aktuelle Serverreferenz folgenden Ablauf:

  1. Ladet das aktuelle Dedicated-Server-Paket von Terraria.org und entpackt es.
  2. Wechselt in den enthaltenen Linux-Ordner.
  3. Gebt der Serverdatei Ausführungsrechte, beispielsweise mit chmod +x TerrariaServer.bin.x86*.
  4. Startet auf x86-64 ./TerrariaServer.bin.x86_64.

Welten und dauerhafter Betrieb unter Linux

Die aktuelle Serverreferenz nennt ~/.local/share/Terraria/Worlds/ als Standardpfad für Weltdateien unter Linux. Soll der Server nach dem Abmelden weiterlaufen, könnt ihr ihn beispielsweise in einer tmux-Sitzung starten und später wieder an diese Sitzung anbinden.

Typische Verbindungsprobleme

Im LAN funktioniert es, über das Internet nicht

Prüft die Weiterleitung des tatsächlich verwendeten TCP-Ports und die Firewall des Serverrechners. Achtet außerdem darauf, dass die interne IP-Adresse des Hosts nicht gewechselt hat.

Der Client erreicht den Server nicht

Kontrolliert, ob der Serverprozess läuft, die richtige Welt geladen wurde und Client sowie Server auf einer kompatiblen aktuellen Terraria-Version sind. Prüft danach IP-Adresse und Port.

Server stoppt nach dem Abmelden unter Linux

Betreibt den Prozess in einer persistenten Sitzung wie tmux oder richtet einen eigenen Systemdienst ein.

Terraria-Server mieten oder selbst hosten?

Welche Variante besser passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Serververwaltung ihr selbst übernehmen möchtet. Beim Selfhosting kontrolliert ihr Rechner, Dateien und Netzwerk selbst; dafür muss der Host während der gewünschten Spielzeit laufen und bei externem Zugriff erreichbar sein. Ein Managed Gameserver nimmt euch typischerweise den Betrieb des Hostsystems und die Routerfreigabe zu Hause ab.

  • Selfhosting: sinnvoll, wenn ein geeigneter Rechner vorhanden ist und ihr Netzwerk, Updates und Sicherungen selbst verwalten möchtet.
  • Mietserver: sinnvoll, wenn die Welt unabhängig vom eigenen PC und Internetanschluss erreichbar sein soll und ihr weniger Systemadministration übernehmen möchtet.

Vor der Buchung solltet ihr beim jeweiligen Anbieter unter anderem prüfen, ob Backups, Datei- oder FTP-Zugriff, das Übertragen einer bestehenden Welt und die von euch gewünschte Servervariante unterstützt werden. Die aktuell bei uns geprüften Managed-Hosting-Optionen findet ihr im Terraria Server-Finder. Dort werden Selfhosting und Hosting-Angebote getrennt dargestellt.

Quellen

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