Für Rust könnt ihr einen eigenen Dedicated Server unter Windows, Linux oder macOS betreiben. Facepunch verteilt die Serverdateien über SteamCMD; ein Steam-Account ist für die Installation des Servers nicht erforderlich. Dieser Guide basiert auf der aktuellen offiziellen Rust-Wiki-Dokumentation und wurde am 25. August 2026 geprüft.
Wenn ihr keine Serveradministration übernehmen möchtet, könnt ihr stattdessen einen gemanagten Gameserver verwenden. Für Rust ist auf coop-legends.de bereits ein aktuelles GPORTAL-Angebot im Server-Finder hinterlegt. Rust Console Edition ist dabei getrennt zu betrachten: Dieser Guide bezieht sich auf das PC-Serverökosystem von Rust.
Voraussetzungen für einen Rust Dedicated Server
Facepunch nennt als grobe Ausgangsbasis 12 GB freien RAM und 15 GB freien Speicherplatz; SSD oder NVMe wird ausdrücklich bevorzugt. Der tatsächliche Bedarf hängt stark von Weltgröße, Spielerzahl und Serverkonfiguration ab. Größere Karten benötigen mehr Arbeitsspeicher.
Für einen öffentlich erreichbaren Heimserver braucht ihr außerdem eine von außen erreichbare Verbindung und passende Portfreigaben im Router beziehungsweise in der Firewall. Bei einem VPS oder Root-Server müssen die entsprechenden Firewall-Regeln auf dem Server oder beim Hoster gesetzt werden.
Rust Server mit SteamCMD installieren
- Installiert SteamCMD für euer Betriebssystem.
- Legt ein eigenes Verzeichnis für den Rust-Server an.
- Startet SteamCMD und installiert die Rust-Dedicated-Server-App mit der App-ID
258550. - Für eine anonyme Installation verwendet ihr
login anonymous.
Unter Linux zeigt Facepunch beispielsweise folgenden Aufruf:
./steamcmd.sh +force_install_dir ../rust +login anonymous +app_update 258550 validate +quitMit demselben app_update-Aufruf könnt ihr den Server später aktualisieren.
Server starten und die wichtigsten Parameter setzen
Facepunch empfiehlt, nur grundlegende Startparameter direkt in die Startzeile zu schreiben und umfangreichere Einstellungen anschließend in server.cfg zu pflegen. Ein reduziertes Beispiel für Windows sieht so aus:
RustDedicated.exe -batchmode +server.port 28015 +server.queryport 28016 +server.level "Procedural Map" +server.seed 1234 +server.worldsize 3000 +server.maxplayers 10 +server.hostname "Mein Rust Server" +server.identity "coopserver" -logfile rustserverlog.txtserver.port ist standardmäßig Port 28015/UDP. Der Query-Port muss ebenfalls per UDP erreichbar und vom Game-Port verschieden sein. Wenn ihr RCON aktiviert, verwendet dafür einen separaten TCP-Port und ein starkes Passwort.
server.cfg richtig verwenden
Für die meisten dauerhaften Einstellungen empfiehlt Facepunch die Datei server.cfg. Sie liegt innerhalb der Server-Identität unter:
server/<server.identity>/cfg/server.cfgBeispielsweise könnt ihr dort Servername und Spielerlimit festlegen:
server.maxplayers 10
server.hostname "Mein Rust Server"In server.cfg werden die Variablen ohne vorangestelltes + geschrieben. Änderungen solltet ihr nach einem kontrollierten Serverstopp vornehmen und danach den Server neu starten.
Ports und Verbindung prüfen
Für den eigentlichen Spielbetrieb müssen server.port und server.queryport von außen erreichbar sein; beide verwenden UDP. RCON und Rust+ verwenden dagegen TCP. Facepunch weist darauf hin, dass der Query-Port für die Anzeige im Serverbrowser erforderlich ist.
Wenn Spiel und Server auf demselben Rechner laufen, könnt ihr in Rust die F1-Konsole öffnen und beispielsweise connect localhost:28015 verwenden. Für externe Spieler ersetzt ihr localhost durch die öffentliche Serveradresse.
Adminrechte vergeben und Backups sichern
Mit dem Serverkonsolenbefehl users könnt ihr verbundene Spieler und ihre Steam-ID anzeigen. Anschließend lässt sich ein Besitzer beispielsweise mit ownerid STEAMID "Name" eintragen. Nach der Änderung muss sich der Spieler neu verbinden.
Die Welt-, Spieler- und Konfigurationsdaten liegen im Ordner der gewählten server.identity. Für ein konsistentes Backup solltet ihr den Server kontrolliert stoppen und den vollständigen Identitätsordner sichern. Facepunch beschreibt dort unter anderem die Weltdateien, Spielerzustände und Konfigurationsdateien.
Rust Server mieten oder selbst hosten
Self-Hosting gibt euch volle Kontrolle über Dateien, Updates und Erweiterungen, verlangt aber laufende Administration, Firewall-Konfiguration und Backups. Ein Managed Gameserver nimmt euch Installation und viele Betriebsaufgaben ab, kostet dafür monatlich.
Für die Entscheidung solltet ihr nicht nur den Einstiegspreis vergleichen, sondern auch Slots, Speicher, Backup-Funktionen, Dateizugriff, Mod-/Plugin-Support und Serverstandort. Das auf coop-legends.de gepflegte Rust-Serverprofil trennt die technischen Serverdaten deshalb von den jeweiligen Hosting-Angeboten.