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Palworld 1.0 Dedicated Server einrichten

Palworld 1.0.3 Dedicated Server einrichten: Community Server, Crossplay, Ports, PalWorldSettings.ini, Backups und Mietserver verständlich erklärt.

Palworld
Quelle: Steam / Pocketpair

Übersicht

Datenstand: Palworld Server Guide 1.0.3, geprüft am 21. August 2026. Palworld unterstützt Dedicated Server unter Windows und Linux. Pocketpair unterscheidet zwischen einem normalen Dedicated Server, dem Spieler per IP und Port beitreten, und einem Community Server, der zusätzlich in der öffentlichen Serverliste registriert wird.

Für Xbox- und PlayStation-5-Spieler ist diese Unterscheidung besonders wichtig: Laut aktueller Pocketpair-Dokumentation müssen solche Server über die Community-Serverliste erreichbar sein. In der aktuellen Konfiguration ist CrossplayPlatforms=(Steam,Xbox,PS5,Mac) der Standard.

Palworld Server selbst hosten oder mieten?

Selfhosting ist sinnvoll, wenn ihr bereits geeignete Hardware besitzt und Portfreigaben, Updates und Backups selbst übernehmen wollt. Ein Mietserver lohnt sich, wenn die Welt 24/7 erreichbar sein soll und ihr möglichst wenig Serveradministration erledigen möchtet. Für Konsolengruppen solltet ihr vor dem Kauf prüfen, ob der Anbieter Community-Server-Modus und die gewünschten Crossplay-Plattformen tatsächlich unterstützt.

Hardware-Anforderungen

Pocketpair nennt für den aktuellen Server Guide als Empfehlung mindestens eine CPU mit 4 Kernen und 16 GB RAM. Für größere Server werden mehr als 32 GB empfohlen; 8 GB können zwar zum Start reichen, erhöhen laut Dokumentation aber das Risiko von Abstürzen wegen Speichermangel. Als Datenträger wird eine schnelle SSD empfohlen.

Der Server läuft auf Windows 64-Bit und Linux 64-Bit. Pocketpair stellt außerdem ein offizielles Docker-Image bereit. Docker Desktop wird für diesen Einsatzzweck wegen Storage-I/O-Problemen und eines erhöhten Risikos für Save-Probleme ausdrücklich nicht empfohlen.

Dedicated Server mit SteamCMD installieren

Die Steam-App-ID des Palworld Dedicated Servers lautet 2394010. Unter Windows oder Linux könnt ihr ihn mit SteamCMD installieren beziehungsweise aktualisieren:

steamcmd +login anonymous +app_update 2394010 validate +quit

Unter Windows startet ihr anschließend PalServer.exe, unter Linux ./PalServer.sh. Startet den Server mindestens einmal, bevor ihr die aktive Konfigurationsdatei anlegt, damit die benötigten Verzeichnisse erzeugt werden.

Dedicated Server oder Community Server?

Technisch basiert der Community Server auf demselben Dedicated Server. Der Unterschied ist die Sichtbarkeit: Ein Dedicated Server kann direkt über IP und Port erreicht werden. Ein Community Server wird mit -publiclobby gestartet und erscheint in der Community-Serverliste. Pocketpair weist darauf hin, dass Konsolenspieler über diese Liste beitreten.

Port und Spielerlimit konfigurieren

Pocketpair nennt standardmäßig UDP-Port 8211. Mit -port=8211 lässt sich der Listen-Port explizit setzen. Der Startparameter -players=32 setzt die maximale Teilnehmerzahl auf 32. Router und Firewall müssen den tatsächlich verwendeten UDP-Port zum Server durchlassen.

Für einen Community Server ergänzt ihr -publiclobby. Wenn die automatische Erkennung der öffentlichen Adresse Probleme macht, dokumentiert Pocketpair zusätzlich -publicip und -publicport; -publicport ändert dabei nicht den eigentlichen Listen-Port des Servers.

Alte Performance-Flags nicht blind übernehmen

Viele ältere Palworld-Guides empfehlen -useperfthreads -NoAsyncLoadingThread -UseMultithreadForDS. Die aktuelle 1.0.3-Dokumentation weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es seit Version 1.0 die Performance verbessern kann, diese Parameter nicht zu setzen. Übernehmt ältere Startzeilen deshalb nicht ungeprüft.

PalWorldSettings.ini richtig verwenden

Bearbeitet nicht DefaultPalWorldSettings.ini direkt. Pocketpair weist ausdrücklich darauf hin, dass Änderungen dort nicht als aktive Serverkonfiguration verwendet werden. Kopiert die Standarddatei stattdessen in das aktive Konfigurationsverzeichnis.

Unter Windows liegt die aktive Datei unter Pal\Saved\Config\WindowsServer\PalWorldSettings.ini, unter Linux entsprechend unter Pal/Saved/Config/LinuxServer/PalWorldSettings.ini.

Crossplay konfigurieren

Die aktuelle Einstellung CrossplayPlatforms bestimmt, welche Plattformen den Server betreten dürfen. Pocketpair nennt als aktuellen Standard Steam, Xbox, PS5 und Mac. Der ältere Parameter AllowConnectPlatform ist in Version 1.0.3 nicht mehr vorgesehen.

Backups und RCON

In der Konfiguration kann bIsUseBackupSaveData automatische Welt-Backups aktivieren. Pocketpair weist darauf hin, dass dies zusätzliche Datenträgerlast verursacht. Für externe Administration steht außerdem RCONEnabled zur Verfügung. Bei produktiven Community-Servern solltet ihr ein Admin-Passwort setzen und Backups zusätzlich außerhalb des laufenden Servers speichern.

Mods auf dem Server

Der aktuelle Server Guide enthält den Parameter bAllowClientMod, mit dem Clients mit aktivierten Mods zugelassen werden können. Für serverseitige Mods dokumentiert Pocketpair zum aktuellen Stand jedoch eine zusätzliche Grenze: Diese Funktion wird derzeit nur auf Windows-Dedicated-Servern unterstützt. Pocketpair warnt außerdem ausdrücklich vor möglichen Abstürzen oder beschädigten Savegames und empfiehlt Backups.

Prüft bei einer öffentlichen Welt genau, welche Mods serverseitig benötigt werden und ob alle beteiligten Plattformen dieselbe Funktionalität unterstützen. Mod-Probleme sollten immer zuerst auf einer Vanilla-Konfiguration reproduziert werden.

Palworld Server verbinden

Bei einem normalen Dedicated Server gebt ihr im Servermenü IP-Adresse und Port ein. Bei einem Community Server wählt ihr im Serverbrowser den Bereich „Community server“ und sucht nach dem Servernamen. Wenn ein lokal gehosteter Community Server aus demselben Heimnetz nicht erreichbar ist, kann laut Pocketpair fehlendes Hairpin NAT am Router die Ursache sein.

Server wird nicht angezeigt

Prüft: Serverprozess läuft, Client und Server verwenden dieselbe Version, UDP-Port ist erreichbar, -publiclobby wurde bei Community Servern gesetzt und öffentliche IP/Port-Erkennung funktioniert. Bei Xbox und PS5 reicht eine reine IP-Verbindung nicht; dort muss der Server über die Community-Liste erreichbar sein.

Wann lohnt sich ein Mietserver?

Für eine dauerhaft verfügbare Koop-Welt mit mehreren Gruppenmitgliedern ist ein Mietserver vor allem wegen der einfachen Verfügbarkeit attraktiv. Achtet beim Vergleich nicht nur auf Slots, sondern auf Community-Server-Unterstützung, Crossplay, reale RAM-Ausstattung, vollständigen Dateizugriff, Backups, RCON und die Möglichkeit, bestehende Savegames hochzuladen.

Pocketpair dokumentiert mit dem Startparameter -players standardmäßig bis zu 32 Teilnehmer.

Ein normaler Dedicated Server wird direkt über IP und Port betreten. Ein Community Server ist zusätzlich in der öffentlichen Serverliste registriert.

Ja, sofern der Server passend konfiguriert und als Community Server veröffentlicht wird. Xbox und PS5 nutzen dafür die Serverliste statt einer direkten IP-Eingabe.

Die aktuelle Pocketpair-Dokumentation nennt 8211 als Standard-Listen-Port des Dedicated Servers.

Die aktive PalWorldSettings.ini im WindowsServer- beziehungsweise LinuxServer-Konfigurationsordner. Änderungen an DefaultPalWorldSettings.ini werden nicht direkt verwendet.

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