Factorio unterstützt einen offiziellen Dedicated beziehungsweise Headless Server. Unter Linux stellt Wube dafür ein eigenes Headless-Paket bereit, das ohne Grafik- und Sounddateien auskommt. Dieser Guide wurde am 25. August 2026 mit dem offiziellen Factorio-Wiki und der Download-Seite geprüft.
Ein Dedicated Server ist besonders sinnvoll, wenn eure Fabrik unabhängig vom Spieler-Host erreichbar bleiben soll. Alternativ ist im Server-Finder von coop-legends.de ein aktuelles Managed-Hosting-Angebot von GPORTAL hinterlegt.
Factorio Headless Server vorbereiten
Für Linux empfiehlt Wube auf Servermaschinen das spezielle Headless-Paket von factorio.com. Es enthält keine für einen reinen Server unnötigen Grafik- und Soundbestandteile. Unter Windows kann auch die normale Installation im Dedicated-Modus gestartet werden.
Wube empfiehlt außerdem, den Server unter einem eigenen Betriebssystem-Benutzer auszuführen und nicht dauerhaft als root zu betreiben.
Neue Welt für den Server erstellen
Ein Factorio Dedicated Server benötigt beim Start eine Save-Datei. Eine neue Welt lässt sich laut offiziellem Wiki direkt per Kommandozeile erzeugen:
./bin/x64/factorio --create ./saves/my-save.zipAlternativ könnt ihr ein vorhandenes Savegame in den saves-Ordner übertragen. Erstellt vor einer Migration eine Sicherung und beendet Spiel sowie Server vollständig.
Dedicated Server starten
Ein bestimmtes Savegame startet ihr beispielsweise mit:
./bin/x64/factorio --start-server ./saves/my-save.zipWenn immer das zuletzt gespeicherte Spiel geladen werden soll, kann --start-server-load-latest verwendet werden. Für einen dauerhaft konfigurierten Server bindet ihr zusätzlich eine server-settings.json ein:
./bin/x64/factorio --start-server-load-latest --server-settings ./data/server-settings.json
server-settings.json konfigurieren
Im Factorio-Datenverzeichnis liegt eine Beispielkonfiguration server-settings.example.json. Wube empfiehlt, diese zu kopieren und anschließend die Kopie anzupassen.
Dort könnt ihr unter anderem Servername, Beschreibung, Tags, maximales Spielerlimit, Sichtbarkeit und ein Spielpasswort konfigurieren. Für öffentliche Einträge in der Serverliste werden Factorio-Anmeldedaten beziehungsweise ein Authentifizierungstoken benötigt. Ein solches Token ist sensibel und sollte nicht veröffentlicht werden.
Port 34197/UDP freigeben
Factorio verwendet standardmäßig Port 34197/UDP. Der Port lässt sich ändern, aber Server und Weiterleitung müssen dann denselben Wert verwenden. Bei einem Server hinter NAT muss der UDP-Port im Router an den Server weitergeleitet und in der Firewall erlaubt werden.
Factorio nutzt für das Multiplayer-Netzwerk UDP. Wenn direkte Verbindungen fehlschlagen, prüft daher zuerst die öffentliche IP, die UDP-Regel und eine mögliche Portübersetzung im Router.
Mods und Versionen synchron halten
Das offizielle Wiki weist darauf hin, dass alle beteiligten Spielinstanzen dieselbe Spielversion und dieselben relevanten Mods benötigen. Gerade bei einem dauerhaft laufenden Server solltet ihr Updates deshalb geplant durchführen und vor Änderungen Savegame und Konfigurationsdateien sichern.
Wenn ein Client wegen abweichender Mods nicht beitreten kann, gleicht zuerst die Modliste und danach die Spielversion mit dem Server ab.
Factorio Server mieten oder selbst hosten
Self-Hosting ist bei Factorio technisch gut dokumentiert und bietet vollständige Kontrolle über Saves, Mods und JSON-Konfiguration. Ein Managed Gameserver ist einfacher, wenn ihr Linux-Administration, Firewall und Updatepflege nicht selbst übernehmen möchtet.
Im Server-Finder ist aktuell ein GPORTAL-Angebot für Factorio hinterlegt. Vergleicht insbesondere Serverstandort, Backup-Funktionen, Dateizugriff, Mod-Support und die für eure Fabrik notwendige Leistung.