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Factorio Headless Server einrichten

So richtet ihr 2026 einen Factorio Dedicated Server ein, erstellt oder übertragt ein Savegame, konfiguriert server-settings.json und öffnet den richtigen UDP-Port.

Factorio: Space Age
Quelle: store.steampowered.com

Übersicht

Datenstand: Factorio Stable 2.0.77, geprüft am 17. September 2026. Factorio unterstützt einen offiziellen Dedicated beziehungsweise Headless Server. Wube führt 2.0.77 weiterhin als Stable-Branch; parallel steht 2.1.19 als Experimental-Version bereit. Für einen dauerhaft betriebenen Server solltet ihr Stable und Experimental nicht unbeabsichtigt mischen.

Für Linux stellt Wube ein eigenes kostenloses Headless-Paket ohne Grafik und Audio bereit. Die aktuelle Download-Seite weist ausdrücklich darauf hin, dass dieses Paket auch Space-Age-Inhalte enthält. Ein Dedicated Server eignet sich, wenn eure Fabrik unabhängig vom Spieler-Host erreichbar bleiben soll.

Factorio Headless Server vorbereiten

Für Linux empfiehlt Wube auf Servermaschinen das spezielle Headless-Paket von factorio.com. Es enthält keine für einen reinen Server unnötigen Grafik- und Soundbestandteile. Unter Windows kann auch die normale Installation im Dedicated-Modus gestartet werden.

Wube empfiehlt außerdem, den Server unter einem eigenen Betriebssystem-Benutzer auszuführen und nicht dauerhaft als root zu betreiben.

Neue Welt für den Server erstellen

Ein Factorio Dedicated Server benötigt beim Start eine Save-Datei. Eine neue Welt lässt sich laut offiziellem Wiki direkt per Kommandozeile erzeugen:

./bin/x64/factorio --create ./saves/my-save.zip

Alternativ könnt ihr ein vorhandenes Savegame in den saves-Ordner übertragen. Erstellt vor einer Migration eine Sicherung und beendet Spiel sowie Server vollständig.

Dedicated Server starten

Ein bestimmtes Savegame startet ihr unter Linux beispielsweise mit:

./bin/x64/factorio --start-server ./saves/my-save.zip

Wenn immer das zuletzt gespeicherte Spiel geladen werden soll, kann --start-server-load-latest verwendet werden. Für einen dauerhaft konfigurierten Server bindet ihr zusätzlich eine server-settings.json ein:

./bin/x64/factorio --start-server-load-latest --server-settings ./data/server-settings.json

Für Windows dokumentiert das offizielle Wiki denselben Aufbau über factorio.exe. Eine einfache Batch-Datei kann so aussehen:

start /wait .\bin\x64\factorio.exe --start-server-load-latest --server-settings .\data\server-settings.json

Damit liegt der Startbefehl nachvollziehbar in einer Datei und muss nach einem Neustart nicht jedes Mal neu eingegeben werden. Einen automatischen Windows-Dienst oder Linux-Systemdienst beschreibt das offizielle Multiplayer-Wiki an dieser Stelle nicht; entsprechende Setups solltet ihr deshalb separat gegen eure Betriebssystem-Dokumentation prüfen.

server-settings.json konfigurieren

Im Factorio-Datenverzeichnis liegt eine Beispielkonfiguration server-settings.example.json. Das offizielle Wiki empfiehlt, diese Datei zu kopieren und anschließend nur die Kopie anzupassen.

Dort könnt ihr unter anderem Servername, Beschreibung, Tags, maximales Spielerlimit, Spielpasswort und die Sichtbarkeit festlegen. Für die Sichtbarkeit unterscheidet Factorio öffentliche Listung, LAN und versteckte Server. Auch ohne öffentliche Listung können Mitspieler über Mit Adresse verbinden direkt eine Serveradresse verwenden.

Soll der Server in der öffentlichen Serverliste erscheinen, benötigt Factorio zusätzliche Authentifizierungsdaten in der Serverkonfiguration. Das Wiki nennt dafür Benutzername beziehungsweise Authentifizierungstoken. Behandelt ein solches Token wie ein Passwort: Es gehört weder in Screenshots noch in öffentlich zugängliche Konfigurationsdateien.

Port 34197/UDP freigeben

Factorio verwendet standardmäßig Port 34197/UDP. Der Port lässt sich ändern, aber Server und Weiterleitung müssen dann denselben Wert verwenden. Bei einem Server hinter NAT muss der UDP-Port im Router an den Server weitergeleitet und in der Firewall erlaubt werden.

Factorio nutzt für das Multiplayer-Netzwerk UDP. Wenn direkte Verbindungen fehlschlagen, prüft daher zuerst die öffentliche IP, die UDP-Regel und eine mögliche Portübersetzung im Router.

Mods, Versionen und Verbindungsfehler prüfen

Das offizielle Wiki weist darauf hin, dass alle beteiligten Spielinstanzen exakt dieselbe Spielversion und dieselben relevanten Mods benötigen. Gerade bei einem dauerhaft laufenden Server solltet ihr Updates deshalb geplant durchführen und vor Änderungen Savegame und Konfigurationsdateien sichern.

ProblemZuerst prüfen
Client kann nach Update nicht beitretenStable/Experimental sowie exakte Spielversion von Client und Server vergleichen.
Modded Client wird abgewiesenModliste und Modversionen mit dem Server abgleichen.
Direkte Verbindung funktioniert nichtPort 34197/UDP, Firewall und Routerweiterleitung prüfen. Das Wiki weist außerdem darauf hin, dass problematische Router den UDP-Quellport verändern können.
Server fehlt in der öffentlichen ListeSichtbarkeit sowie Authentifizierungsangaben in server-settings.json prüfen. Alternativ testweise über Mit Adresse verbinden beitreten.
Server startet ohne Welt nichtDer Dedicated Server benötigt ein Savegame. Erstellt eines mit --create oder gebt beim Start ein vorhandenes Save an.

Factorio Server mieten oder selbst hosten

Self-Hosting ist bei Factorio technisch gut dokumentiert und bietet vollständige Kontrolle über Saves, Mods und JSON-Konfiguration. Ein Managed Gameserver ist einfacher, wenn ihr Linux-Administration, Firewall und Updatepflege nicht selbst übernehmen möchtet.

Beim Vergleich eines Mietservers sind Serverstandort, Backup-Funktionen, vollständiger Dateizugriff, Mod-Support und die für eure Fabrik verfügbare CPU-Leistung entscheidend. Achtet außerdem darauf, ob ihr zwischen Stable und Experimental bewusst wählen könnt und ob eigene Savegames ohne Umwege hoch- und heruntergeladen werden können.

Häufige Fragen zum Factorio Dedicated Server

Factorio verwendet standardmäßig 34197/UDP. Der Port kann geändert werden, muss dann aber in Serverkonfiguration, Firewall und Portweiterleitung konsistent sein.

Ja. Der Server erwartet ein Savegame. Ihr könnt mit --create eine neue Welt erzeugen oder ein vorhandenes Save übertragen.

Ja. Wube bietet für Linux ein spezielles Headless-Paket an, das für Server ohne Grafikoberfläche vorgesehen ist.

Das offizielle Wiki verlangt für Multiplayer übereinstimmende Spielversionen und relevante Mods. Abweichungen können den Beitritt verhindern.

Quellen

Letzte Quellenprüfung: 17. September 2026.

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