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Minecraft server.properties für 26.2 erklärt

Alle aktuellen server.properties-Einstellungen für Minecraft Java 26.2: Defaults, Wirkung, Ports, Whitelist, Sichtweite, RCON, Management API und mehr.

Minecraft Java Edition
Quelle: minecraft.net

Übersicht

Die Datei server.properties steuert die zentralen Grundeinstellungen eines Minecraft-Java-Servers: Port, maximale Spielerzahl, Whitelist, Sichtweite, Weltgenerierung, Resource Packs, RCON und seit neueren Versionen auch das Minecraft Server Management Protocol.

Dieser Guide erklärt die aktuelle Einstellungsliste für Minecraft Java Edition 26.2 anhand der aktuellen PaperMC-Referenz und der Mojang-Release-Notes. Paper bildet die Vanilla-Einstellungen ab und ergänzt bei einzelnen Optionen eigenes Verhalten; solche Paper-spezifischen Unterschiede kennzeichnen wir.

Geprüfter Stand: 21. August 2026 | Minecraft: Java Edition 26.2 | Referenz: Paper 26.2 / aktuelle Mojang-Serveränderungen.

server.properties richtig bearbeiten

  1. Stoppt den Server vollständig, bevor ihr die Datei ändert.
  2. Erstellt vor größeren Änderungen ein Backup.
  3. Öffnet server.properties mit einem Texteditor.
  4. Ändert nur die gewünschten Werte hinter dem Gleichheitszeichen.
  5. Speichert die Datei und startet den Server neu.
  6. Prüft beim Start die Konsole auf ungültige Werte oder Bindungsfehler.

Die meisten Einstellungen werden beim Serverstart eingelesen. Für laufend änderbare Gameplay-Regeln wurden mehrere frühere Properties inzwischen in Game Rules verschoben; dazu unten mehr.

Zugriff, Spieler und Serverliste

PropertyDefaultBedeutung
max-players20Maximale Zahl gleichzeitig verbundener Spieler.
online-modetruePrüft beitretende Spieler gegen die Minecraft-Accountdatenbank. Das Abschalten entfernt diese Authentifizierung und sollte nicht als normale Lösung für Zugriffsprobleme verwendet werden.
white-listfalseAktiviert die Whitelist; nur eingetragene Spieler dürfen beitreten.
enforce-whitelistfalseEntfernt Spieler aus der Sitzung, wenn sie bei aktiver Durchsetzung nicht auf der Whitelist stehen.
player-idle-timeout0Zeit in Minuten bis inaktive Spieler gekickt werden; 0 deaktiviert den Timeout.
motdA Minecraft ServerText, der in der Serverliste angezeigt wird.
enable-statustrueErlaubt Statusabfragen für die Serverliste. Bei false kann der Server dort offline wirken, obwohl direkte Verbindungen weiterhin möglich sind.
hide-online-playersfalseVerbirgt die Spielerliste in Statusantworten.
enforce-secure-profiletrueVerlangt bei Verbindungen ein von Mojang signiertes öffentliches Profil-Schlüsselpaar.
prevent-proxy-connectionsfalseVersucht Verbindungen abzuweisen, wenn Netzwerkherkunft und Mojang-Authentifizierung nicht zusammenpassen.
accept-transfersfalseErlaubt Transfers von Spielern aus anderen Servern über das Transfer-Protokoll.

Netzwerk, Port und Datenübertragung

PropertyDefaultBedeutung
server-ipleerIP-Adresse, an die der Server gebunden wird. Leer bedeutet alle passenden Interfaces; tragt hier nicht ohne Grund eure öffentliche IP ein.
server-port25565Port für normale Spieler-Verbindungen.
network-compression-threshold256Paketgröße in Bytes, ab der Netzwerkpakete komprimiert werden. Negative Werte deaktivieren die Kompression.
rate-limit0Paket-Ratenlimit; 0 deaktiviert es.
use-native-transporttrueAktiviert auf unterstützten Linux-Systemen nativen Netzwerktransport.
entity-broadcast-range-percentage100Prozentualer Faktor dafür, aus welcher Entfernung Entitäten an Clients übertragen werden. Paper nennt einen Bereich von 10 bis 1000.

Welt, Spielmodus und Generierung

PropertyDefaultBedeutung
difficultyeasyStandardschwierigkeit: peaceful, easy, normal oder hard.
gamemodesurvivalStandard-Spielmodus für Spieler.
force-gamemodefalseSetzt Spieler beim erneuten Beitritt auf den konfigurierten Standard-Spielmodus zurück.
hardcorefalseAktiviert Hardcore-Verhalten; verstorbene Spieler werden zu Zuschauern.
level-nameworldName des Weltordners beziehungsweise der geladenen Welt.
level-seedleerSeed für eine neu erzeugte Welt; leer erzeugt einen zufälligen Seed.
level-typeminecraft:normalWeltgenerator-Typ. Verwendet nur Werte, die eure konkrete Serverversion unterstützt.
generator-settings{}JSON-Einstellungen für angepasste Weltgenerierung.
generate-structurestrueSteuert, ob Strukturen wie Dörfer bei der Weltgenerierung erzeugt werden.
max-world-size29999984Begrenzt den maximalen Radius der initial erzeugbaren Welt; ersetzt nicht die World Border.
spawn-protection16Schutzbereich um den Spawn. 0 deaktiviert ihn; laut Paper muss mindestens ein Operator existieren, damit der Schutz greift.

Sichtweite, Simulation und Server-Ticks

PropertyDefaultBedeutung
view-distance10Serverseitige Sichtweite in Chunks je Richtung. Paper nennt 3 bis 32 als Bereich.
simulation-distance10Radius in Chunks, in dem Entitäten und Weltlogik aktiv simuliert werden; Paper nennt 3 bis 32.
pause-when-empty-seconds-1 bei PaperZeit bis ein leerer Server pausiert. Paper deaktiviert die Funktion standardmäßig, weil Plugins davon überrascht werden können. Mojang führte die Property ursprünglich mit einem anderen Vanilla-Default ein; prüft deshalb eure Server-Software.
max-tick-time60000Maximale Tickdauer in Millisekunden, bevor der Watchdog den Server als festgefahren behandelt. -1 deaktiviert den Watchdog.
max-chained-neighbor-updates1000000Grenze für aufeinanderfolgende Nachbarblock-Updates; negative Werte deaktivieren die Grenze.
sync-chunk-writestrueAktiviert synchrone Chunk-Schreibvorgänge. Paper weist darauf hin, dass diese Property dort standardmäßig ohne zusätzliche System-Property keine Wirkung hat.
region-file-compressiondeflateKompression für Region-Dateien. Paper dokumentiert deflate, lz4, none sowie gzip; gzip ist Paper-spezifisch.

Operatoren, Befehle und Diagnose

PropertyDefaultBedeutung
op-permission-level4Standard-Berechtigungsstufe für Operatoren.
function-permission-level2Berechtigungsstufe für Funktionen; zulässig sind laut Paper 1 bis 4.
broadcast-console-to-opstrueSendet Konsolenbefehls-Ausgaben an Online-Operatoren.
broadcast-rcon-to-opstrueSendet RCON-Befehls-Ausgaben an Online-Operatoren.
debugfalseAktiviert den Debug-Modus des Servers.
log-ipstrueSteuert, ob Spieler-IP-Adressen vom Server protokolliert werden. Plugins können unabhängig davon eigene Logs führen.
bug-report-linkleerURL für den Button zum Melden von Serverfehlern im Client-Menü.
enable-code-of-conductfalseAktiviert die seit 1.21.9 unterstützten Code-of-Conduct-Dateien im Unterordner codeofconduct.

Query, RCON und JMX

PropertyDefaultBedeutung
enable-queryfalseAktiviert den GameSpy4-kompatiblen Query-Listener für Serverinformationen.
query.port25565Port des Query-Dienstes.
enable-rconfalseAktiviert Remote Console. Nur mit starkem Passwort und abgesicherter Netzwerkfreigabe verwenden.
rcon.port25575Port des RCON-Dienstes.
rcon.passwordleerPasswort für RCON. Bei aktivem RCON niemals leer oder trivial lassen.
enable-jmx-monitoringfalseAktiviert das Minecraft-Server-MBean für Tick-Zeit-Monitoring; zusätzlich sind Java/JMX-Startparameter erforderlich.

Resource Packs und Data Packs

PropertyDefaultBedeutung
resource-packleerURL zum Server-Resource-Pack.
resource-pack-idleerUUID des angebotenen Resource Packs.
resource-pack-sha1leerSHA-1-Hash zur Verifikation des heruntergeladenen Resource Packs; Paper empfiehlt die Angabe.
resource-pack-promptleerText, der beim Resource-Pack-Dialog angezeigt wird.
require-resource-packfalseKick bei Ablehnung des benötigten Resource Packs, wenn auf true.
initial-enabled-packsvanillaKommagetrennte Data Packs, die bei der Welterstellung standardmäßig aktiviert werden.
initial-disabled-packsleerKommagetrennte Data Packs, die bei der Welterstellung nicht automatisch aktiviert werden.

Spam- und Textfilter-Einstellungen

PropertyDefaultBedeutung
chat-spam-threshold-seconds10Seit Minecraft 26.2 getrennte Schwelle für Chat-Spam. 0 deaktiviert die zugehörigen Auto-Kicks.
command-spam-threshold-seconds10Seit Minecraft 26.2 getrennte Schwelle für Command-Spam. 0 deaktiviert die zugehörigen Auto-Kicks.
text-filtering-configleerPfad zu einer Textfilter-Konfiguration; leer deaktiviert sie.
text-filtering-version0Version des Textfilter-Konfigurationsformats; Paper dokumentiert 0 und 1.

Mojang beschreibt die beiden neuen 26.2-Spamwerte als getrennte Zähler für Nachrichten und Befehle. Die Default-Schwelle beträgt jeweils 10.

Minecraft Server Management Protocol

Mojang führte mit Java 1.21.9 eine JSON-RPC-basierte Management-Schnittstelle über WebSocket ein. Sie ist standardmäßig deaktiviert und sollte nicht ohne Authentifizierung und korrektes TLS-Setup öffentlich exponiert werden.

PropertyDefaultBedeutung
management-server-enabledfalseAktiviert die Management-Schnittstelle.
management-server-hostlocalhostHost/Interface, an das der Management-Dienst gebunden wird.
management-server-port0Port des Management-Dienstes; 0 lässt einen verfügbaren Port wählen.
management-server-secretleerAuthentifizierungs-Secret. Mojang dokumentiert 40 alphanumerische Zeichen; bei leerem Wert wird ein Secret erzeugt.
management-server-tls-enabledtrueAktiviert TLS für die Management-Schnittstelle.
management-server-tls-keystoreleerPfad zum TLS-Keystore. Bei aktivem TLS startet der Dienst ohne benötigten Keystore nicht korrekt.
management-server-tls-keystore-passwordleerKeystore-Passwort; Mojang unterstützt auch Environment-Variable beziehungsweise JVM-Argument.
status-heartbeat-interval0Intervall für Heartbeat-Benachrichtigungen des Management Servers; 0 deaktiviert sie.

Diese alten server.properties gibt es nicht mehr

Viele ältere Tutorials sind für Minecraft 26.2 veraltet. Mojang hat mehrere frühere Properties entfernt:

Entfernte PropertyAktueller Ersatz
allow-netherGame Rule allowEnteringNetherUsingPortals
spawn-monstersGame Rule spawnMonsters
enable-command-blockGame Rule commandBlocksEnabled
pvpGame Rule pvp
spawn-animalsbereits seit 1.21.2 aus server.properties entfernt
spawn-npcsbereits seit 1.21.2 aus server.properties entfernt

Die ersten vier wurden mit Java 1.21.9 bewusst in Game Rules verschoben, damit sie während des laufenden Servers geändert werden können. Wer eine alte Beispiel-Datei kopiert, sollte diese Werte daher nicht einfach wieder eintragen.

Sichere Basis-Konfiguration für einen privaten Server

Für einen privaten Freundes-Server sind folgende Punkte typischerweise relevanter als exotische Tuning-Werte:

online-mode=true white-list=true enforce-whitelist=true max-players=8 server-port=25565 view-distance=10 simulation-distance=10 enable-rcon=false management-server-enabled=false

Die Spielerzahl 8 ist hier nur ein Beispiel und keine technische Empfehlung. Passt sie an eure Gruppe an. Lasst Authentifizierung und administrative Remote-Schnittstellen aktiviert beziehungsweise deaktiviert, wie es euer konkretes Sicherheitskonzept verlangt; RCON und Management API solltet ihr nicht nur „für später“ offen ins Internet stellen.

Häufige Fragen zu server.properties

server-port steht standardmäßig auf 25565. Der Query-Dienst nutzt ebenfalls standardmäßig 25565, RCON dagegen 25575.

Setzt white-list=true. Mit enforce-whitelist=true wird die Whitelist zusätzlich konsequent gegenüber bereits verbundenen Spielern durchgesetzt.

Nein. Mojang entfernte pvp und allow-nether mit Java 1.21.9 aus server.properties und ersetzte sie durch Game Rules.

Minecraft 26.2 trennt die Spam-Schwellen in chat-spam-threshold-seconds und command-spam-threshold-seconds. Beide stehen standardmäßig auf 10.

view-distance bestimmt, wie weit Weltinformationen an Clients gesendet werden. simulation-distance legt fest, in welchem Chunk-Radius serverseitige Welt- und Entitätslogik aktiv simuliert wird.

Für normale öffentliche oder private Internet-Server sollte online-mode grundsätzlich aktiviert bleiben, damit Verbindungen gegen gültige Minecraft-Accounts geprüft werden. Das Abschalten entfernt diese Authentifizierung und ist kein allgemeiner Troubleshooting-Schritt.

Quellen

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